DAS PROBLEM: Konzentrizität und Exzentrizität

 

 

Praktisch alle verschiedenen Munitionstypen und Kalibergruppen von Gewehrmunition sind mit mehr oder weniger grossen Längsachsenfehlern zwischen Projektil und Hülse (Konzentrizität) behaftet. Industriell gefertigte Munition beinhaltet in aller Regel Abweichungen vom Idealmass (Winkel 0° zwischen den individuellen Achsen von Projektil und Hülse) von 0,10 mm bis 0,50 mm (gemessen im Bereich der Projektilsspitze). Nicht selten werden noch grössere Unstimmigkeiten (im Extremfall bis zu 1,00 mm) beobachtet. Ein Schuss auf 300 m, zur Verdeutlichung der Konsequenzen auf das Schussbild, wird so aufgrund der provozierten Unwuchten des Geschosses vor und nach Verlassen des Laufes zu einer Trefferabweichung von bis zu 30 cm vom eigentlichen Ziel führen.

Ein mit der Hülsenachse schlecht ausgerichtetes Projektil trifft in leichtem Winkel und minim verformt aus dem Zündungsprozess auf den Lauf auf. Die Züge und Felder des Laufes verformen das Projektil weiter auf dessen Weg bis zum Verlassen des Laufes. Die Rotationsunwucht des Geschosses potenziert sich im Lauf und in der späteren Flugbahn. Dadurch entsteht ein sogenannt erratischer Schuss.

 
 

Sogar sorgfältig wiedergeladene Munition kann ohne weiteres Fehler von mehreren 1/100 mm oder mehr aufweisen, verursacht durch minimste Ungereimtheiten im Wiederladevorgang (wie ein leicht fehlerhafter Winkel beim Einsetzen des Projektils in den Hülsenhals) oder durch fehlerbehaftetes Hülsenmaterial selber. Vielfach bietet das Wiederladewerkzeug Grenzen. Auch die technisch höchstentwickelten Setzgeräte des führenden Nordamerikanischen Marktes, die ihrerseits eine Setzgenauigkeit auf 1/1,000 inch (0,025 mm) versprechen, lassen keine Garantie der versprochenen Höchstabweichungen zu.

Der BERSIN Tester erlaubt nicht nur die sofortige und einfache Feststellung dieser Fehler, sondern auch deren Verbesserung auf ein tolerables Mass von 0,025 mm oder weniger. Für vom Wiederlader vorbereitete Munition kann das bisher anvisierte Ideal von 1/1,000 inch (0,025 mm) kontrolliert und sage und schreibe auf 2/10,000 oder 3/10,000 inch (1/100 mm) verbessert werden. Das Resultat dieser Messungen und Berichtigungen der Gewehrpatronen ist ein nachhaltig verbesserter Streukreis.

 
 

Mittels weniger Handgriffe kann in einem einfachen Mess- und Richtprozess industriell gefertigte oder wiedergeladene Munition geprüft und verbessert werden. Insbesondere Längsachsenfehler der Gewehrpatrone werden nachhaltig korrigiert und die Treffsicherheit des Geschosses wird dramatisch verbessert, und zwar mit bis zu 50% reduziertem Zielkreis.

Durch die Ausrichtung der Längsachsen von Geschoss und Geschosshülse wird das Projektil präziser in den Laufkegel eingepresst. Verformungen während des Freiflugs und des rotationslosen Geschossweges des Projektils in der Waffe unmittelbar folgend auf die Zündung der Patrone werden vermieden. Unwuchten des Projektils sowohl im Lauf als auch in der Flugbahn können vermieden werden.

 

 
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